Ein kleiner Ratgeber – Bevor Sie einen Fleischwolf kaufen!

Wenn Sie sich einen Fleischwolf anschaffen möchten, haben Sie die Wahl zwischen vielen Modellen. Die Funktionsweise eines Fleischwolfs ist im Prinzip zwar immer die selbe, die einzelnen Geräte unterscheiden sich jedoch in vielerlei Hinsicht. Im Folgenden deshalb einige Tipps, worauf Sie achten sollten, bevor Sie einen Fleischwolf kaufen.

Die Wahl beim Kauf: Mit oder ohne Motor?

Fleischwölfe lassen sich zunächst einmal in zwei Gruppen unterteilen. Die manuellen Fleischwölfe besitzen eine Handkurbel, die Sie von Hand drehen. Solche Geräte fanden sich früher in vielen Haushalten, wo sie nicht nur für die Herstellung von Hackfleisch, sondern auch zum Zerkleinern von Spinat und für Spritzgebäck benutzt wurden. Sie sind aber auch heute noch sehr beliebt, denn sie reichen für die meisten Arbeiten in der Küche vollkommen aus. Zudem wirken sie ein wenig nostalgisch und erinnern viele Menschen an ihre Kindheit.

Die zweite Gruppe bilden die elektrischen Fleischwölfe, bei denen ein Motor die Schnecke antreibt. Diese Gruppe lässt sich nochmals in die Geräte für den privaten Gebrauch und die Profi Fleischwölfe für das Gewerbe unterteilen.

Letztere sind nicht nur größer, sondern besitzen auch einen leistungsstärkeren Motor, der für den Dauerbetrieb ausgelegt ist. Viele Geräte für den Hausgebrauch können Sie daher nicht über Stunden benutzen, ohne dass der Motor heißt läuft. Wenn Sie planen, häufig größere Mengen zu verarbeiten, sollten Sie deshalb auch einen Blick auf die Profi-Fleischwölfe für den gewerblichen Einsatz werfen.

Elektrische Fleischwölfe sind natürlich bequemer als die Modelle mit Handkurbel. Sie sind allerdings auch teurer in der Anschaffung, verbrauchen Strom und haben den Nachteil, dass ihr Motor nicht ewig hält. Manuelle Fleischwölfe werden dagegen in der Regel aus Gusseisen hergestellt und sind dadurch extrem langlebig. Selbst die Fleischwölfe von Alexanderwerk können Sie deshalb noch immer in gebrauchtem Zustand kaufen, obwohl sie schon seit langer Zeit nicht mehr hergestellt werden. Alexanderwerk ist eine Gießerei mit Sitz in Remscheid, die diese Fleischwölfe als erstes auf den deutschen Markt brachte (mehr zum Alexanderwerk Fleischwolf).

Mit Vorsätzen erweitern Sie Ihren Fleischwolf

Wie der Name schon sagt, ist ein Fleischwolf hauptsächlich für die Zerkleinerung von Fleisch konzipiert. Ebenso gut können Sie ihn aber auch für Gemüse wie Spinat benutzen. Für beide Arbeiten reichen die Lochscheiben, die Sie zu jedem Fleischwolf bekommen. Darüber hinaus können Sie einige Fleischwölfe mit entsprechenden Vorsätzen erweitern. Viele Hersteller statten ihre Geräte mit einem Wurstfüllvorsatz aus, mit dem Sie selbst Wurst herstellen. Auch ein Vorsatz für Spritzgebäck und ein Kebbevorsatz für die Herstellung von gefüllten Teig- oder Fleischtaschen gehört bei vielen Geräten inzwischen schon zur Standardausstattung. Ansonsten haben Sie oft die Möglichkeit, diese Vorsätze nachzukaufen. Noch mehr Möglichkeiten bieten Fleischwölfe, die Sie mit einer Getreidemühle, einer Trommelraffel oder einem Gemüseschneider erweitern können. Bevor Sie sich für einen Fleischwolf entscheiden, sollten Sie sich daher überlegen, welche Vorsätze für Sie interessant sind, denn für jedes Modell ist unterschiedliches Zubehör erhältlich.

Die Materialien für die Gehäuse

Bei den handbetriebenen Fleischwölfen haben Sie die Wahl zwischen Gusseisen, Edelstahl und Kunststoff. Gusseisen ist extrem robust, allerdings auch recht schwer. Etwas leichter, wegen der höheren Materialkosten aber auch teurer, sind die Fleischwölfe aus Edelstahl. Bei Modellen aus Kunststoff besteht natürlich nur das Gehäuse aus einem Kunststoff. Die Schnecke und die Lochscheiben werden wie bei allen anderen Fleischwölfen aus Metall hergestellt.
In der Rubrik der elektrischen Fleischwölfe finden Sie ebenfalls Geräte mit einem Gehäuse aus Edelstahl. Meist bestehen die Gehäuse jedoch aus einem Kunststoff. Für einzelne Teile wie die Einfüllschale oder den Trichter verwenden viele Hersteller jedoch wiederum Edelstahl. Dieses Metall ist für Teile, die in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen, gut geeignet und wird deshalb auch für anderen Hausrat wie Schüsseln, Töpfe und Bestecke genutzt. Achten Sie beim Kauf eines elektrischen Fleischwolfs außerdem auf seine Extras. Bei manchen Modellen können Sie das Stromkabel und zum Teil auch die Lochscheiben in einem Fach im Gehäuse verstauen. Auf diese Weise halten Sie leichter Ordnung in der Küche.

Materialien für Schnecken, Messer und Lochscheiben

Das Innenleben eines Fleischwolfs ist im Prinzip immer gleich. Eine Schnecke befördert die Lebensmittel in Richtung der Messerscheibe und der Lochscheibe, wo sie zerkleinert werden. Unterschiede gibt es jedoch beim Material. Einige Hersteller verwenden hierfür Edelstahl, andere Gusseisen oder Aluminiumdruckguss. Die Schnecke, das Messer und die Lochscheiben sollten Sie zwar ohnehin von Hand reinigen, für alle Teile aus Aluminiumdruckguss ist dies jedoch unbedingt zu empfehlen. Bei ihnen kommt es bei der Reinigung im Geschirrspüler häufig zu einer chemischen Reaktion, durch die sich das Material verfärbt und beim Anfassen sogar auf Ihre Hände abfärbt. Ansonsten sind diese Metalle alle gleichermaßen gut geeignet.

Der Motor beim elektrischen Fleischwolf

Auch in Hinsicht auf den Motor gibt es bei den elektrischen Fleischwölfen einige Unterschiede. Ihre maximale Leistungsaufnahme liegt meist zwischen 1000 und 2000 Watt. Eine höhere Wattzahl ist jedoch nicht zwangsläufig besser. Hilfreicher bei der Auswahl eines Geräts sind deshalb die Angaben der Hersteller, wie viel Lebensmittel Sie mit dem Fleischwolf innerhalb einer Stunde verarbeiten können oder wie lang das Gerät im Dauerbetrieb genutzt werden kann. Damit der Motor bei einer zu hohen Beanspruchung nicht heiß läuft, besitzen viele elektrische Fleischwölfe einen Überlastungsschutz und schalten sich bei Erreichen einer gewissen Temperatur automatisch aus. Eine Rücklauffunktion besitzen die meisten Fleischwölfe ebenfalls. Durch diese Funktion schalten Sie die Schnecke in den Rückwärtsgang, falls sie einmal verstopft. So brauchen Sie nicht das gesamte Schneckengehäuse abzunehmen und können meist sofort weiterarbeiten.