Burger aus dem Fleischwolf: Welche Fleischsorte wählen?

Saftige Burger: Selbstgemacht mit 5 super Fleischzuschnitten

Sind Sie die Art Koch, die gerne alles von Grund auf macht?

Falls ja, ist ein Fleischwolf absolut essentiell für Ihre Küche. Diese Geräte sind nicht allzu kostspielig, aber extrem vielseitig.

Heute sehen wir uns die beste Art an, fantastische Burger zuzubereiten. Wenn Sie wissen möchten, welche Fleischsorten für hausgemachte Burger am besten sind, sind Sie hier genau richtig.

Aber eins nach dem anderen. Weshalb sollten Sie sich mit einem Fleischwolf abmühen? Wieso überhaupt einen Fleischwolf benutzen?

Es gibt zwei Hauptgründe dafür, dass viele Leute ihr Fleisch selbst durch den Fleischwolf drehen: Sicherheit und Geschmack!

Wenn Sie sich entscheiden, Ihr eigenes Hackfleisch herzustellen, behalten Sie die volle Kontrolle über die Zutaten. Wenn Sie hingegen vorzerkleinertes Fleisch beim Metzger kaufen, haben Sie einfach keine Ahnung, woher es kommt.

Frisch durch den Wolf gedrehtes Fleisch schmeckt außerdem unbestreitbar besser. Sie können nach Ihren Vorlieben Fettigkeit und Geschmack bestimmen. Es wird keine Zeit zum Oxidieren haben, daher werden Sie einen frischen Burger genießen, genauso, wie Sie ihn mögen.
Der Unterschied ist, wie wenn man frische Kräuter mit der gefriergetrockneten Alternative vergleicht… Es ist einfach gar kein Vergleich. Hausgemachte Burger gewinnen jedes Mal haushoch. Also…

Lassen Sie uns jetzt einen Blick auf 5 verschiedene Fleischzuschnitte werfen, die Sie verwenden können.

Experimentieren Sie mit Ihren Burgern und finden Sie heraus, welche Stücke Ihren Geschmacksknospen am meisten schmeicheln.

Fleischzuschnitte Für Burger

Wenn es um Fleischmischungen geht, gibt es keine richtige oder falsche Antwort darauf, was am besten funktioniert. Es kommt stark auf die persönlichen Vorlieben an.
Idealerweise zielt man auf etwa 25% Fett ab. Ziehen Sie Ihren Metzger hinzu, falls Sie sich nicht zutrauen, das abzuschätzen.

Welches sind die besten Fleischzuschnitte für Ihre Burger?

1) Nacken (Chuck)

Nacken (Chuck)
Nacken (Chuck)

Es gibt zwar keine Regeln, aber Rindernacken ist generell die Basis für Burger.
Nacken hat einen butterigen, schmilzt-im-Mund Geschmack und eine ebensolche Textur. Es ist ein günstiges Fleischstück, geschnitten aus dem Inneren der oberen Schultergegend. Nackenstücke haben die perfekte Balance von Fleisch zu Fett, neben einem intensiven, herzhaften Geschmack.
Viele Burger bestehen vollständig aus diesem Fleisch, also können Sie mit Rindernacken nichts falsch machen.

Falls Ihnen der Sinn nach etwas Abwechslung steht, mischen Sie es mit ein wenig der folgenden Optionen…

2) Lende (Sirloin)

Lende (Sirloin)
Lende (Sirloin)

Eine Mischung aus 80% Nacken und 20% Lende ergibt einen klasse Burger!
Das Lendenstück hilft, die „Rind-Note“ des Nackenstücks zur Geltung zu bringen. Diese Mischung wird immer beliebter.
Lende kommt aus der Rückengegend der Kuh. Es wird oft für Steaks verwendet, für viele schnelle Rezepte und, auf diese Weise, kombiniert mit Rindernacken, für delikate Burger.
Es gibt etliche verschiedene Arten von Lendenstücken, wobei das Filet als die beste betrachtet wird.

3) Brustspitz (Brisket)

Brustspitz (Brisket)
Brustspitz (Brisket)

Dieses Stück kommt aus der unteren Brust. Das Bruststück ist eins der neun Erstzerlegungsteile.

Bruststücke durch den Wolf zu drehen, hilft dabei, das Bindegewebe zu zerkleinern. Und von dem gibt es viel. Diese Fleischteile einer Kuh schließen die Brustmuskeln ein. Aufgrund der Abwesenheit eines Schlüsselbeins stützen diese Muskeln über die Hälfte des Gewichtes des Tieres, wenn es steht oder sich bewegt.

Die erhöhte Anzahl an Fettsäuren bedeutet, dass ein Bruststück das perfekte Fleisch ist, um es in Ihren Fleischwolf zu werfen, wenn Ihnen der Sinn nach Burgern steht!

4) Hüfte (Round)

Tafelspitz
Tafelspitz

Wenn Sie den fleischigen Geschmack Ihrer Burger verbessern möchten, holen Sie sich ein Hüftstück.
Dieses kommt aus dem Hinterbein des Tieres. Hüfte ist mager und eher zäh, funktioniert aber gut zusammen mit Nacken und ergibt einen herzhaften Burger.

Wenn Sie etwas ganz Besonderes möchten, halten Sie Ausschau nach Tafelspitz. Er wird aufgrund seines hohen Fettgehaltes geschätzt und eignet sich deshalb wunderbar für Burger.

Sie werden oft lesen, dass Hüftsteak zum Herstellen von Pasteten oder Beef Jerky (Rinder-Dörrfleisch) benutzt wird. Nehmen Sie’s doch mal für Ihren nächsten Burger!

5) Querrippe (Short Rib)

Querrippe (Short Rib)
Querrippe (Short Rib)

Am Schluss unserer 5 Empfehlungen für Fleischzuschnitte legen wir Ihnen die Querrippe ans Herz, um Ihr Nackensteak zu ergänzen.

Dieses Stück wird aus aus dem kurzen Abschnitt der Rippen geschnitten, wo das Fleisch obenauf liegt.
Querrippe macht Ihren Burger wirklich reichhaltig. Das liegt an der Marmorierung und hilft beim benötigten Fettgehalt für Burger, die Ihnen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.

Tipp: Wenn Sie den Fettgehalt noch weiter aufdrehen möchten, bitten Sie Ihren Metzger, ein paar Fleischreste vom Rind (also Stücke, die oft nicht für die normalen Zubereitungsarten in Frage kommen, da sie zu klein, sehnig, knorpelig, oder, worauf es hier ankommt, fett sind) dazuzulegen, wenn Sie Ihre Zutaten abholen.

Jetzt, wo Sie eine nette Auswahl an Zuschnitten wissen, aus denen Sie wählen können – und denken Sie daran, kombinieren Sie für erstklassige Burger jede davon mit Nacken – müssen Sie noch wissen, wie man sie zubereitet.

Wir sehen uns jetzt ein paar sehr unkomplizierte Anweisungen an, und schon können Sie einen hausgemachten Burger in weniger Zeit genießen, als es Sie kosten würde, zu McDonald’s zu gehen.

So machen Sie Ihre Burger mit Fleisch aus dem Fleischwolf

Das Beste daran ist, dass Sie Ihre eigenen Burger im Handumdrehen zubereiten können.

Folgen Sie einfach diesen simplen Tipps und genießen Sie das großartige Gefühl, im Nullkommanichts hausgemachte Burger vor sich stehen zu haben.

  1. Werfen Sie Ihre Fleischstücke vor dem Durchdrehen in die Gefriertruhe. Teilweise gefrorenes Fleisch lässt sich besser im Fleischwolf verarbeiten. Das liegt daran, dass das Zerkleinern von Fleisch Hitze verursacht. Diese Hitze schmilzt Fett, und viel Fett ist genau das, was Sie für einen saftigen Rindfleisch-Burger wollen.
  2. Drehen Sie Ihr Fleisch durch den Fleischwolf.
  3. Formen Sie ein paar Patties und achten Sie dabei darauf, das Fleisch nur minimal zu bearbeiten, um Zähigkeit zu verhindern. Halten Sie das Ganze möglichst locker.
  4. Braten Sie die Burger bei mittlerer bis hoher Hitze in einer Grillpfanne, bis sie medium durchgebraten sind.
  5. Würzen Sie mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer.
  6. Falls Sie ein Topping möchten, denken Sie an hausgemachte Mayo, Käse, Ziegenkäse oder Avocado. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen.

Zum Abschluss

Der Kauf eines Fleischwolfs ist eine kluge Investition: Übernehmen Sie wieder die Kontrolle darüber, was Sie Ihrem Körper geben und genießen Sie Burger, die wirklich schmecken und exakt auf Ihre Wünsche zugeschnitten sind.

Guten Appetit!